Startseite
Anmeldung

Informationen
An alle JG4-Mitglieder:

Der nächste Geschwaderflug findet am Samstag, 7. Oktober auf dem ATAG-Server statt. Staffelweise Sammeln um 19:00 Uhr, allgemeiner Start zwischen 19:15 Uhr und 19:30 Uhr.

Besucher

  • Benutzer online: 3
  • Benutzer offline: 342
  • Gäste: 211

Aufbau, Organisation und Gliederung eines Jagdgeschwaders

Jagdgeschwader waren und sind Fliegereinheiten, die primär zum Bekämpfen von feindlichem Fluggerät formiert wurden. Während des Zweiten Weltkriegs sollten sie zunächst die Luftüberlegenheit über den Kampfgebieten erringen und im Zusammenwirken mit anderen Waffengattungen (z.B. der Flakartillerie) rückwärtige militärische Anlagen sowie urbane und industriewirtschaftliche Zentren gegen Angriffe aus der Luft verteidigen. Zudem deckten sie eigene Bodentruppen sowie deren Nachschubwege in taktischer bis operativer Tiefe und begleiteten andere Arten der Fliegerkräfte wie Transportflugzeuge, Bomber, Aufklärer usw., um diese vor Angriffen des Gegners zu schützen. Darüber hinaus konnten Jagd- bzw. Jagdbomberflugzeuge auch gegen Ziele am Boden oder zur nahen Luftaufklärung eingesetzt werden. Ein Jagdgeschwader konnte demzufolge gegen unterschiedlichste Ziele eingesetzt werden. Die Hauptart des Gefechtseinsatzes blieb jedoch der Luftkampf.
Bereits 1915 hatte Oswald Boelcke den Vorteil erkannt, der im konzentrierten Angriff mehrerer Flugzeuge auf ein Ziel, eine einzeln fliegende oder von ihrem Verband abgesprengte Maschine lag. Zudem bemerkte er, dass ein einzeln agierender Jagdpilot, auch bei Überraschungsangriffen aus vorteilhafter Position, äußerst verwundbar ist, denn er verfügt nicht über die Augen eines mitfliegenden Beobachters, der den umgebenden Luftraum weiter überwachen und bei Gefahr warnen könnte. Daher ging er eine Partnerschaft mit einem anderen deutschen Piloten, Max Immelmann, ein. Sie bildeten ein fliegendes Paar, die erste Gefechts-Rotte, und waren so erfolgreich, dass dieses System von anderen übernommen wurde. In der Folge entstanden größere Kampfeinheiten aus Schwärmen (zwei Rotten), Staffeln, Gruppen und schließlich ganze Geschwader. Diese Gliederung wurde in den 1930er Jahren optimiert und wurde zum Standard innerhalb der deutschen Luftwaffe. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurden Staffeln mit arabischen Ziffern benannt, Gruppen mit römischen Zahlen. Bis 1943 bestand eine Staffel - bei einer Sollstärke von zwölf Flugzeug - aus drei Schwärmen. Eine Gruppe fasste im Regelfall drei Staffeln. Drei Gruppen wiederum wurden in einem Geschwader formiert. Aufgrund der hohen Verluste unter den erfahrenen Verbandsführen, insbesondere während der zahllosen Luftschlachten in der Reichsverteidigung gegen die Bomberverbände der Alliierten, wurden den Staffeln ab Mitte 1944 16 Flugzeuge zugewiesen, die Gruppen wurden auf vier Staffeln erweitert, die Geschwader mit einer vierten Gruppe verstärkt. Inklusive der zusätzlichen Stabsschwärme für die Gruppen- und Geschwaderführung lag die Sollstärke eines deutschen Jagdgeschwaders somit zwischen 124 und 276 Maschinen. In der Praxis sind diese Zahlen jedoch nur selten auch nur annähernd erreicht worden. Neben den Piloten und ihren Flugzeugen gehörte zudem eine umfangreiche Bodenorganisation mit den notwendigen Instandhaltungs- und Wartungszügen, Flugabwehrbatterien, Sicherungskompanien, Nachschubkolonnen, Fernmeldeeinrichtungen und Verwaltungsorganisationen zu jedem Geschwader.

Kennzeichen

Um die Identifikation und Zuordnung der Militärflugzeuge zu erleichtern, wurden seitlich auf dem Rumpf Markierungen aus Zahlen oder Buchstabenkombinationen (bei Jagdgeschwadern nur Zahlen) angebracht. Die Farbe der entsprechenden Zeichen stand für die Staffelzuordnung und ihre jeweilige Reihenfolge innerhalb einer Gruppe. Von Gruppe zu Gruppe wiederholte sich der entsprechende Farbcode innerhalb desselben Geschwaders. Im Jagdgeschwader 4 trugen die Maschinen einer ersten Staffel weiße Zahlen (1./JG4, 5./JG4, 9./JG4, 13./JG4). Die Farbkennung einer zweiten Staffel war schwarz (2./JG4, 6./JG4, 10./JG4, 14./JG4), die dritten Staffeln erhielt gelb (3./JG4, 7./JG4, 11./JG4, 15./JG4) und den vierten Staffeln wurde blau zugewiesen (4./JG4, 8.JG/4, 12./JG4, 16./JG4). Diese Systematik wurde jedoch nicht immer eingehalten. Bei Wartungsarbeiten, Reparaturen und ähnlichem kam es auch vor, dass Piloten mit freien Ersatzmaschinen z.B. aus benachbarten Staffeln in den Einsatz flogen. Mit zunehmender Dauer des Krieges musste zudem häufiger improvisiert werden.

Gruppenkennzeichen

Um die Gruppenzugehörigkeit zu kennzeichnen, wurden hinter den farbigen Zahlen und dem Rumpfbalkenkreuz ergänzende Zeichen aufgebracht. Ein horizontaler Balken symbolisierte die II. Gruppe, ein vertikaler Balken (bis zur Einführung der vierten Gruppen alternativ eine Wellenlinie) die III. Gruppe und eine Wellenlinie die IV. Gruppe. Fehlten diese Symbole verwies dies auf die I. Gruppe.

Rumpfbänder der Jagdfliegerverbände (Tagjagd)

Kunstvolle Gruppen- oder Geschwaderwappen welche seitlich am Rumpf unter dem Cockpit oder auf der Motorverkleidung angebracht waren, sollten den Korpsgeist stärken und zeugten von dem Stolz, einer besonderen Einheit anzugehören. Ab 1944 definierten auch farbige Rumpfbänder (Reichsverteidigungsbänder) die Geschwaderzugehörigkeit der deutschen Jagdflugzeuge, um nach einem Angriff das Erkennen und erneute Sammeln in der Luft zu erleichtern. Das Emblem des JG 4 zeigte einen Wappenschild mit befiedertem Ritterhelm. Als Reichsverteidigungsband trug das Jagdgeschwader 4 eine dreistreifige Kombination in den Farben schwarz - weiß - schwarz.

imageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimage



Rumpfbänder der KG (J) - Kapfgeschwader (Jagd)

imageimageimage



Sonstige Rumpfbänder

imageimageimageimageimageimageimageimage