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Hauptleute

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden kämpfende Verbände in kleine Einheiten und weitere Untereinheiten aufgeteilt. In der Folge musste zwangsläufig eine klare Rangordnungen entstehen, denn in einer Armee, die aus zahlreichen kleinen Gruppierungen bestand, gab es naturgemäß auch eine hohe Anzahl von Befehlshabenden. Die Kompanie mit höchstens 150 Soldaten war bis in das 15. Jahrhundert hinein die größte militärische Unterorganisation. An ihrer Spitze stand ein Anführer, der Kopf, das (Ober)Haupt der Truppe. Aus diesem historischen Ursprung entwickelte sich der Hauptmann, bis heute ein eigenständiger Rang der zweiten Dienstgradgruppe innerhalb der Offizierslaufbahn. In deutschen Ländern existierte bis zur ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zudem die Bezeichnung Stabshauptmann bzw. Stabskapitän. Angesiedelt zwischen dem Oberleutnant und dem Hauptmann kommandierte er stellvertretend die militärischen Einheiten von Hauptleuten oder Stabsoffizieren, wenn diese durch Sonderaufträge von der unmittelbaren Führung ihrer eigenen Truppe abgehalten wurden. In der deutschen Luftwaffe der 1930er und 40er Jahre gab es diesen Rang nicht. Innerhalb ihres Offizierskorps war der Hauptmann der dritte Dienstgrad. Er rangiert über den Leutnanten, jedoch unter den Stabsoffizieren Major, Oberstleutnant und Oberst der dritten Dienstgradgruppe.
Die Aufgabenfülle der Hauptleute im JG4 reicht vom technischen und taktischen Lehrer bis zum Organisator, vom kämpfenden Vorbild bis zum Vermittler. Der Kern ihrer Aufgabe besteht in der Führung und Ausbildung der unterstellten Piloten. Hierzu besitzen sie Befehlsgewalt über Mannschaften, Unteroffiziere und Leutnante. Hauptleute befehligen Staffeln, in Ausnahmefällen auch Gruppen, welche aus mehreren Staffeln bestehen können. Üblicherweise bleiben solch hohe Positionen jedoch der Dienstgradgruppe der Stabsoffiziere vorbehalten. Gruppenkommandeure tragen umfassende Verantwortung. Sie halten engen Kontakt zu den Staffelführern, wachen über die Aktivitäten innerhalb der Jagdgruppe, motivieren die Untergebenen, rekrutieren neue Piloten und sorgen für einen kameradschaftlichen Umgang zwischen den "alten Hasen" und den neuen JG4-Mitgliedern. Zudem reichen sie Anträge auf Beförderungen und Auszeichnungen beim Geschwaderstab ein und berichten diesem über besondere Vorkommnisse. Nach den gegebenen Erfordernissen und persönlichen Vorlieben stellt der Kommandeur den Stab "seiner" Gruppe selbst zusammen. Adjutanten, Verbindungsoffiziere oder andere Spezialisten unterstützen ihn in seinem großen Tätigkeitsbereich und fliegen bei Einsätzen im Stabsschwarm des Kommandeurs an der Spitze der Jagdgruppe. Hauptleute müssen vielfältige Qualifikationen in sich vereinen, motiviert und befähigt sein, weiteres Wissen und neue Fähigkeiten durch Selbststudium zu erwerben. Die Beförderung zum Hauptmann wird frühestens nach einer JG4-Mitgliedschaft von 30 Monaten vollzogen.

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