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Frontflugspangen

Im Jahr 1940, vor allem während der Kämpfe am Ärmelkanal und über England, nahm der Luftkrieg ungeahnte Ausmaße an, die Hermann Göring in seiner Funktion als Oberbefehlshaber der Luftwaffe veranlassten, für das fliegende Personal ein neues Abzeichen zu stiften. Laut einer Verfügung vom 30. Januar 1941 und dem Luftwaffen-Verordnungsblatt Nr. 137 vom 10. Februar 1941 sollte es ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für Bewährung beim Fronteinsatz in der Luft und zugleich Ansporn zu höchster Pflichterfüllung vor dem Feind sein.
Getragen wurde die in drei Stufen gestiftete Frontflugspange auf der linken Brust. Sie wurde an Flugzeugführer, Beobachter, Bomben- und Bordschützen, Bordfunker und -mechaniker sowie an Beamte, Kriegsberichterstatter und Angehörige des Ingenieur- und Nautikerkorps verliehen, sofern diese eine entsprechende Anzahl von Einsätzen nachweisen konnten. Bei der Verleihung einer höheren Stufe musste die zuvor getragene Spange abgelegt werden. Bewährte Flieger konnten frühestens nach 20 Frontflügen mit der bronzenen Frontflugspange ausgezeichnet werden. Die nächsthöhere Stufe, die Spange in Silber, durfte nach der Absolvierung von 60 Einsätzen getragen werden und ab 110 Frontflügen wurde schließlich die goldene Spange verliehen.
Zudem wurden aufgrund der unterschiedlichen Gefechtsbedingungen zunächst drei (später acht) verschiedene Arten der Frontflugspange geschaffen. Sie umfassten in der ersten Variante Jagd-, Zerstörer- und Schlachtflieger sowie Kampf-, Sturzkampf- und Transportflieger in der Zweiten. Für Aufklärungs-, Seenot- und Wettererkundungsverbände war die dritte Ausführung vorgesehen. Im Verlauf des Krieges passte man diese ursprüngliche Gliederung mehrfach an und stiftete für neu hinzugekommene Verbandstypen wie beispielsweise die Nachtjäger weitere Arten der Auszeichnung. Ihre identische Grundform bestand jedoch immer aus einem runden, unten gebundenem Lorbeerkranz dessen linke und rechte Seite neun Eichenblätter einfassten. Nur das zentrale Motiv innerhalb des Kranzes bzw. die Farbe des Kranzes selbst (schwarz für Nacht- und Fernnachtjäger) variierte. In ihren letzten Ausführungsarten zeigten die Frontflugspangen der Aufklärer einen nach links blickenden Adlerkopf und die der Kampf- und Sturzkampfbomber enthielten eine nach unten zeigende, geflügelte Bombe. Alle Transport- und Luftlandeverbände erkannte man am verkleinerten Hoheitsabzeichen der Luftwaffe, das Schlachtfliegermotiv waren zwei gekreuzte Schwerter, Jagdflieger und Zerstörerbesatzungen trugen einen geflügelten Pfeil im Lorbeerkranz. Zur besseren Unterscheidung dieser Fliegergattungen zeigte der Pfeil der Zerstörer nach unten, wohingegen der Jägerpfeil nach oben wies. Das Symbol des geflügelten Pfeils wurde ebenso von den Nachtjägern (Pfeil nach oben) und Fernnachtjägern (Pfeil nach unten) getragen, jedoch verwies ein schwarz umrandender Lorbeerkranz auf die Fliegertätigkeit unter den Sternen.
Viele erfolgreiche Besatzungen wiesen jedoch weit mehr Frontflüge nach, als für die Verleihung der goldenen Spange notwendig waren. Die Luftwaffenführung stiftete daher am 26. Juni 1942 den Anhänger mit beidseitig anliegenden Lorbeerblättern zur goldenen Frontflugspange. Dieser verdeutlichte, dass der Träger eine entsprechend hohe Mindestzahl von Frontflügen absolviert hatte. Da diese Auszeichnung jedoch für unterschiedlich viele Einsätze verliehen wurde (z.B. nach 250 Frontflügen bei Aufklärungsverbänden aber erst nach 500 Einsätzen bei Transportfliegereinheiten), und damit für reichlich Verwirrungen sorgte, wurde sie durch kleine rechteckige Anhänger mit schwarzen Einsatzzahlen ersetzt. Nach einer Verfügung vom 29. April 1944 verwiesen goldene Tafeln mit individuellen Einsatzzahlen in 100er Abstufungen (von 200 bis 1800) auf die absolvierten Frontflüge des Trägers.



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