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THEMA: Erinnerung an...

Erinnerung an... 13 Feb 2017 22:11 #1

  • Thorwald
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Die Luftangriffe auf Dresden vom 13. Februar 1945 - 15. Februar 1945

Es kam ja heute auch schon in den Nachrichten. Ich erlaube mir trotzdem noch mal daran zu erinnern, und würde es begrüßen, wenn der Thread auch weiter mit Leben erfüllt bliebe, wie auch manche Geschehnisse in unseren Gedanken am Leben erhalten werden sollten...



www.artnet.com/artists/richard-peter-sr/past-auction-results

www.google.de/search?hl=de&site=imghp&tb....1.104.0.Id77BFHRVAg

de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden
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Erinnerung an... 14 Feb 2017 13:57 #2

  • Bendwick
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Ungesühnte Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Diese historischen Aufnahmen der zerstampften Städte, ihrer verbrannten, Jahrhunderte alten Kulturbauten, unserer verlorenen Schätze aus Kunst und Wissenschaft sowie natürlich auch die vielen Höllenszenen der zerfetzten, erstickten, verbrannten oder mumifizierten Opfer der Spreng- und Brandbomben lassen mich auch nach Jahren und trotz zunehmenden Alters immer wieder erschauern. Sollten derartige Zeugnisse nicht für alle Menschen ein Fanal des Friedens sein?

Es wäre sicher besser gewesen, wenn die neu erfundenen Fluggeräte oder besser ihre Piloten zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Unschuld nicht verloren hätten. So brachte der Abwurf einer kleinen Handgranate während des italienisch-türkischen Krieges im Jahr 1912 eine wahnwitzige Gewaltspirale in Gang die - nach der Bombardierung von Guernica, Belgrad, Warschau, Rotterdamm, Coventry, London, Köln, Hamburg, Dresden, Pforzheim, Würzburg, Tokio und unzähligen weiteren Orten - zum Ausklinken eines "Kleinen Jungen" über der japanischen Hafenstadt Hiroshima führte.

WAHNSINN!!!


Was für ein unvorstellbarer Verlust an wertvollster Bausubstanz und unbezahlbarem menschlichen Leben. Viele tote Kinder des Bombenkrieges könnten heute noch unter uns weilen und z.B. glückliche Großeltern sein. Dieses Glück, ihre Unversehrtheit, das ganze Leben wurde ihnen von Fliegern genommen.

Zu welchen unvergesslichen Taten haben sich die stolzen Flugzeugführer im Laufe ihrer nur hundertjährigen Geschichte bloß anstiften lassen? Galten die verwegenen Flugpioniere noch als besonders mutig und edel so, steht der Kampfflieger heute für das Äußerste, was Waffengewalt dem Menschen zufügen kann.

Eine Schande.




Die Vernichtung geht in die Fläche, und ihre Brandspur zieht sich im Bogen von der Küste zu den Wesergebirgen, an die Ruhr, die Rheinlande hinab, erreicht 1943 den Süden und 1944 den Osten. In den Städten siedeln die Lebendigen wie die Vorangegangenen, die ihre Gebäuse hinterlassen haben, ihre Dome, Altäre, Schriften, Papiere. Sie bebildern und beschriften die Orte als Orte eines Geschehens. Vergangenheit überliefert ihre Schauplätze, darauf stehen die Gegenwärtigen und sehen sich in einer Reihe. Geschichte ist Stein, Papier und Erzählung, mithin überwiegend brennbar. Brände, Zerstörung, Raub und Massaker sind die Kreuzwege der Stadtgeschichten. Alle Städte waren zumindest einmal zerstört worden, aber nicht mit einem Mal alle. Als das 1940 bis 1945 passierte, ist eine Brücke eingebrochen zu einer Landschaft, die es nicht mehr gibt.

Die Verbindung zum Mittelalter ist nun auch abgebrochen.

Ernst Jünger
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Gib acht, dass Dich das Leben lehre, die Ehren sind noch nicht die Ehre.

Erinnerung an... 14 Feb 2017 14:38 #3

  • Bewolf
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Hab mich mit diesen Sachen auch lange beschäftigt, inbesondere den massiven Verlust an Kultur- und der damit verknüpften Bausubstanz (Komm ausm Pott, Städte mit 90%+ Substanzverlust). Man darf ja auch nicht vergessen, dass nach dem Krieg nochmal fast genau so viel platt gemacht wurde, Im Westen wie im Osten, um Platz für die Moderne zu schaffen.

Heutezutage denke ich, dass es wahrscheinlich genau das war, was dieses Land gebraucht hat (auch ohne die Jahre, die direkt zuvor gekommen waren). Man denke an die chaotische Weimarer Republik, die zwischen Verganenheitsromantk und Moderne geradezu zerissen wurde. Nach dem Krieg konnte man sich auf die Zukunft fokussieren. Das hat dem Anlitz duetscher Städte mit Sicherheit nicht viel Gutes gebracht, zumal damals ja auch einfach nur schnell schnell Wohnraum geschaffen werden musste, aber die Konzentration auf das hier und jetzt, statt dauernd zu versuchen, irgendwelchen geschichtlichen Ansprüchen gerecht zu werden, kann man gut am Vergleich mit den ehemaligen Siegermächten GB, Russland und USA vergleichen, die alle eher im Niedergang begriffen sind.

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Letzte Änderung: von Bewolf.

Erinnerung an... 14 Feb 2017 19:33 #4

  • Dostal_W44
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Es fallen immer noch Bomben... viel zu Viele...
Und die Brandstifter werden nicht weniger...
Trotzdem:
Die Idee eines gemeinsamen, friedlich geeinten Europas
Ist heute noch Wirklichkeit, mit allen Unzulänglichkeiten und Fehlern zwar
Für mich immer noch beste Alternative von allen.

Was gäben unsere Grossväter darum, unser Leben leben zu können?
Sorgen wir dafür, dass wir diese einmalige Chance nicht verspielen...
Die Trumps und Putins dieser Welt warten nur darauf...

Das sind wir den Opfern von zwei Weltkriegen schuldig...
die beide ihren Ursprung
In Europa hatten.

M.
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Erinnerung an... 14 Feb 2017 20:45 #5

  • Lebano
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  • Beiträge: 2559
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Es gibt immer mal wieder Gastflüge mit alten Veteranen und so ein bischen passt das ja auch in den Post.






Und hier zum Video:


www.facebook.com/BBCLondon/videos/1451217211586638/
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Ein Leben ohne Fliegen ist möglich, aber nicht sinnvoll!!!
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