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Bauarten des Flugzeuges

Es gibt verschiedene Möglichkeit zur Einteilung der Luftfahrzeuge. Zunächst werden jene, die eine geringere Dichte als Luft haben, von denen unterschieden, die schwerer als Luft sind. Die Erstgenannten arbeiten mit statischem Auftrieb, der durch ein geringeres spezifisches Gewicht als Luft entsteht. Flugzeuge und alle anderen Luftfahrzeuge, deren Gesamtgewicht schwerer als die verdrängte Luftmenge ist, erzeugen jedoch keinen aerostatischen Auftrieb und benötigen eine aerodynamische Kraft. Diese wird durch Bewegung profilierter bzw. schräg angeblasener Flächen erzeugt.


Anzahl, Anordnung und Bauform der Tragflächen

Anzahl der Tragflächen

Einteilungen bei Flugzeugen erfolgen nach mehreren Mustern. Eine erste Möglichkeit bezieht sich auf die Tragflächen. Nach deren Anzahl unterscheidet man Eindecker, Eineinhalbdecker, Doppeldecker und Dreidecker. Bei Doppeldeckern ist das Tragwerk in zwei übereinander angeordnete Tragflächen aufgeteilt. Der Eineinhalbdecker ist eine besondere Art des Doppeldeckers, bei dem die untere Tragfläche gegenüber der oberen erheblich kleiner ist oder umgekehrt.

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Anzahl der Tragflächen: Eindecker, Eineinhalbdecker, Doppeldecker und Dreidecker


Anordnung der Tragflächen

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bietet die Anordnung der Tragflächen in Bezug auf den Rumpf. Bei Doppel- und Dreideckern schließt der untere Flügel fast immer mit der Rumpfunterseite ab, wohingegen die obere Fläche mit einem gewissen Abstand über dem Rumpf angeordnet ist. Für Eindecker sind mehrere Möglichkeiten gegeben. Je nach Lage der Tragfläche spricht man von einem Tiefdecker, Mitteldecker, Schulterdecker oder Hochdecker. Der Tiefdecker stellt hierbei eine Bauart dar, die sich für nahezu alle Zwecke gut eignet. Am wenigsten ist der Mitteldecker verbreitet. Er ist unvorteilhaft, weil die auf Höhe der Rumpfmitte angeordnete Tragfläche eine im Rumpfinnern liegende Versteifung erfordert, welche den wichtigsten Nutzraum unterbricht.

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Anordnung der Tragflächen: Tiefdecker, Mitteldecker, Schulterdecker und Hochdecker


Bauform der Tragflächen

Unabhängig von der Anzahl und Anordnung der Tragflächen wird nach der Befestigungsart von Rumpf und Flügel zwischen freitragenden, verstrebten (halbfreitragenden), einstieligen, mehrstieligen und verspannten Tragwerkausführungen unterschieden.

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Bauform der Tragflächen: freitragend, verstrebt, einstielig, einstielig und verspannt



Motorenanzahl

Eine sehr einfache Möglichkeit zur Unterscheidung verschiedener Flugzeugbauarten bietet die Triebwerkanzahl. Segelflugzeug, ein-, zwei-, drei- vier- oder mehrmotorig. Hierbei gibt es jedoch auch Sonderfälle zu beachten. Beispielsweise war die Heinkel He 177 "Greif" ein viermotoriges Flugzeug mit nur zwei Luftschrauben. Die tatsächliche Motorenanzahl ist also nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

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Motorenanzahl: einmotorig, zweimotorig, dreimotorig, viermotorig



Anordnung der Luftschrauben

Wie die Motorenanzahl, so kann auch die Anordnung der Luftschraube zur Klassifizierung der Bauarten dienen. Es gibt Flugzeuge mit Zugschraube, Druckschraube oder einer Kombination aus Zug- und Druckschraube. Zudem existieren Maschinen, die gänzlich ohne Luftschraube auskommen, beispielsweise Segelflugzeuge ohne jene mit einem Strahl- oder Raketenantrieb.

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Anordnung der Luftschraube: ohne Luftschraube, Zugschraube, Druckschraube, Zug- und Druckschraube



Landungs- bzw. Betriebsart (Land/See)

Landflugzeuge

Landflugzeuge sind zum Starten und Landen auf einem Flugplatz mit einem Fahrwerk oder für den Flugbetrieb auf schneebedecktem Gelände mit Schneekufen ausgestattet. In manchen Fällen ist es auch zweckmäßig, dass ein Flugzeug gleichzeitig Räder und Schneekufen besitzt, denn es kann gezwungen sein, von Schnee abzufliegen und auf gewöhnlichem Boden zu landen oder umgekehrt.

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Landungs- bzw. Betriebsarten: Radfahrwerk, Schneekufen, Schwimmer


Wasser- und Seeflugzeuge

Da die Herstellung von Flugplätzen mit sehr hohen Kosten verbunden ist und andererseits viele Wasserflächen wie Seen und Flüsse infolge ihrer Größe und Ebenheit gute Operationsmöglichkeiten bieten, wurden bereits sehr früh Flugzeuge entwickelt, die auf Gewässern starten und aufsetzen können. Aufgrund ihrer Bauart unterscheidet man zwei Hauptarten von Wasser- bzw. Seeflugzeugen (verstärkte Ausführung für den Einsatz auf hoher See), das Schwimmerflugzeug und das Flugboot. Bei einem Schwimmerflugzeug können zwei parallele Auftriebskörper (Schwimmer) mittels Streben unter dem Rumpf befestigt sein. Aufgrund der beiden Schwimmer wird diese Bauweise als Zweischwimmerflugzeug bezeichnet. Verfügt ein Entwurf hingegen über einen großen Zentralschwimmer und zwei kleine seitliche Stützschwimmer, so spricht man von einem Zentralschwimmerflugzeug. Schwimmerflugzeuge können Varianten von Landflugzeugen sein, bei denen sich durch Austausch des Fahrwerkes gegen Auftriebskörper die Möglichkeit ergibt, das gleiche Basisflugzeug für eine Land- und Seeverwendung vorzusehen. Das Flugboot verfügt hingegen über einen bootsähnlich geformten Rumpf. Seitliche Stützschwimmer (Stützschwimmerflugboot) oder Flossenstummel (Stummelflugboot) verleihen dieser Flugzeugart eine höhere Stabilität auf der Wasseroberfläche und verhindern ein Kentern. Wenn ergänzend zum Schwimmwerk ein einziehbares Landfahrwerk vorhanden ist, wird das Schwimmerflugzeug oder Flugboot als Amphibium bezeichnet.

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Zweischwimmerflugzeug, Zentralschwimmerflugzeug, Stützschwimmerflugboot, Stummelflugboot



Neben den oben beschriebenen Möglichkeiten gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Kriterien zur Einteilung von Flugzeugen. Nach den eingesetzten Werkstoffen unterscheidet man z.B. zwischen Holz-, Gemischt-, Metall- und Kunststoffbauweise, klassifiziert aufgrund der Antriebsart (Kolbentriebwerk mit Propeller, Strahltriebwerk oder Rakete), des Verwendungszwecks oder der Reichweite (Kurz-, Mittel- und Langstreckenflugzeuge). An dieser Stelle alles im Detail zu beschreiben, würde jedoch zu weit führen.