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SC 250 - Spengbombe Cylindrisch 250 kg

Charakteristisch für diese Bomben ist der dünnwandige Bombenkörper. Ihre Minen- oder Druckwirkung ist besonders hoch, die Splitterwirkung als eher gering zu bezeichnen. Bomben vom Typ SC 250 waren 1.170 mm lang, hatten ein Durchmesser von 512 mm und ihre Wandstärke betrug 6 mm. Die Bezeichnung SC 250 gibt das Gewicht der Bombe an. Sie wurden aus einem Rohrstück oder mehreren Rohrstücken mit geschmiedetem Kopf und Bodenteilen hergestellt. Das Leitwerk der Abwurfwaffe wurde aus geschweißten Blechen hergestellt und meist an den Bombenkörper geschraubt. Hierbei unterschied man drei Güteklassen welche mit römisch I, II und III beziffert wurden. So stand die Güteklasse I für Bombenkörper mit sehr hoher Festigkeit. Anschließend folgte die Güteklasse II mit 80 % sowie die Güteklasse III mit 40 % der entsprechenden Normfestigkeit der Güteklasse I. Die Angaben SC 250 K II bezeichnen demnach das Gewicht und die Festigkeitsklasse des Sprengkörpers. Bestimmt wurde die Festigkeit durch das verwendete Material und die gewählte Dicke des Bombenkörpers. Besonders häufig wurden Abwurfwaffen der Güteklasse II eingesetzt, da diese für die meisten Ziele ausreichend stabil waren. Die Güteklasse I und III wurden vermehrt gegen Schiffe (in diesem Fall mit Kopfring) oder als Bomben mit Langzeitzündern eingesetzt. Die SC 250 konnte man in Hochbombern (He 111) sowie im Sturz- (Ju 87) oder Tiefflug (Me 110) abwerfen. Der Wirkungsgrad der Bomben war hier unterschiedlich und hängt von der Zündereinstellung ab. Ohne Zeitverzögerung wurde ein Krater von ca. 4,50 m Breite und 1,5 m Tiefe erzeugt. Mit Verzögerungszünder vergrößerte sich der Krater auf ca. 10 m Breite und 3 - 4 m Tiefe. Die Zündereinstellung konnte im Flugzeug vorgenommen werden. Zudem gab es auch Bomben mit Jericho Sirenen, kleine aus Pappe gefertigten Pfeifen welche am Leitwerk der Bombe angebracht waren. Man versprach sich eine deutliche Wirkung auf die Moral der Gegner. Weiterhin wurden auch SC 250 K I (Stabo) mit Teleskopzünder für den Einsatz gegen gepanzerte Ziele gefertigt. Die jeweiligen Klassen hatten ein oder auch zwei Zündeinsätze - je nach Verwendung der Ziele. Hierfür wurden unterschiedliche Zündertypen benutzt z.B. elektrische, elektrisch-mechanische (Langzeitzünder), elektrische-chemische (Langzeitzünder). Zunächst lösten die Zünder eine erste Übertragungsladung aus , diese entfachte eine größere, verstärkte Ladung und diese zündete schließlich den gesamten Sprengstoff der Waffe. SC 250 - Bomben wurden generell gegen Gebäude, Gleise, Gleisdämme und Bunkersysteme eingesetzt. Seeziele wurden mit Kopfring als Seemine mit oder ohne Leitwerk bekämpft. Die Bombenerkennung erfolgte durch einen gelben Strich an Leitwerk. Anfangs wurden die Bomben in dunkelgrauer Farbe lackiert. Ab 1942 wählte man beigegrau für alle Bombentypen. Grundsätzlich waren folgende Abwurfvorrichtungen für die SC 250 geeignet: ETC-500, ETC-501, ETC-502, ETC-2000 sowie das Schloss 2000.