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THEMA: Geschoßdichte beim Einflug in eine Combat Box B-17

Geschoßdichte beim Einflug in eine Combat Box B-17 25 Mär 2019 17:29 #1

  • Eisbär
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Geschossdichte beim Einflug in eine Combat Box B-17

Eine B-17 verfügte über 13 überschwere 12,7 Millimeter Maschinengewehre.
Ein Geschwader umfasste 54 Flugzeuge. Ein Bomberstrom wurde von 5 Geschwadern geflogen. Jedes Geschwader bildete eine Combat Box.

Damit verfügte der Bomberverband über eine Abwehrbewaffnung von (13 MG x 54 Flugzeuge x 5 Geschwader) 3510 MG mit einer Feuergeschwindigkeit von 500 Schuss/Minute.

Es kann immer nur eine Combat Box angegriffen werden. Rechnet man also nur 6 MG je Flugzeug einer Combat Box, die gleichzeitig nach hinten (oder vorne) feuern, sind es 6 MG x 54 B-17 x 500 Schuss/Min. = 162000 Schuss pro Minute b.z.w. 2760 Schuss je Sekunde.

Den angreifenden Jäger erwarteten also knapp 3000 Schuss in der Sekunde, wenn er sich im Schussbereich der Abwehrbewaffnung aufhielt.
Die Gesamtzahl der Geschosse, die auf einen angreifenden Jäger zuflogen ergab sich somit aus der Multiplikation der Verweilzeit im Schussbereich in Sekunden x der Anzahl der Geschosse je Sekunde (~3000).

Das erklärt zumindest mathematisch, warum bei der Reichsverteidigung gegen Bomberströme die Chance zu überleben im Durchschnitt bei nur 8 Feindflügen lag.

Quelle: Was gilt denn unser Leben
Autor: Norbert Hannig
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Letzte Änderung: von Eisbär.

Geschoßdichte beim Einflug in eine Combat Box B-17 28 Mär 2019 02:39 #2

  • Bendwick
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Die Verweilzeit (sowie die schwache Frontbewaffnung früher B17-Varianten) ist ein Grund, warum bis zur Einführung der Sturmjagdverbände (Sturmstaffel 1, II. und IV./JG3, II./JG4, II./JG300) der Hochgeschwindigkeits-Frontalangriff - einzeln oder in kleinen Gruppen - praktiziert wurde. Diese anspruchsvolle Taktik setzte aber viel Erfahrung bei den beteiligten Piloten voraus, und gerade dies war ein Problem, sank doch die Gesamtzahl erfahrener Flugzeugführer in der mörderischen Reichsverteidigung mit jedem Einsatztag.

Ich denke trotzdem, dass die Hauptgefahr in der Reichsverteidigung nicht der eigentliche Angriff auf eine Bomberformation war, sondern vielmehr aus den alliierten Langstreckenbegleitjägern bestand, diese waren den deutschen Jagdflugzeugen wohl auch technisch, aber erst recht zahlenmäßig weit überlegen. Hinzu kommt die (u.a. auch aufgrund der Versorgungsschwierigkeiten beim Flugtreibstoff) zu geringe Flugerfahrung bei den Nachwuchspiloten der Luftwaffe. Hätte die Eigenverteidigung der Combat-Boxen so gut funktioniert, dann wäre man sicher auch ohne die vielen P51 "Mustang" ausgekommen.

Schafften es die Messerschmitt und Focke-Wulf den Schirm alliierter Begleitjäger zu durchdringen, dann waren die Bomber stets in tödlicher Gefahr. Erste recht wenn es einer ganzen (Sturm-)Staffel oder –Gruppe mit Fw190 gelang, sich im „Sturmkeil“ hinter einer Combat-Box in Position zu bringen. In einem solchen Fall stand, zumindest in der Theorie, jedem Bomber ein Jäger gegenüber. Die nach hinten gerichtete Abwehrbewaffnung eines jeden Bombers (vier oder fünf Cal. .50 MG) wurde gegen vier 20 bis 30-mm-Kanonen (evtl. zusätzliche schwere MG 131) aufgewogen, die alliierten MG schossen auf ein eher kleines Ziel, die deutschen Kanonen auf ein sehr großes. Vergleicht man in einem solchen Fall die Trefferwahrscheinlichkeit und zudem die Trefferwirkung im Ziel, liegen die Vorteile, so denke ich, eindeutig beim angreifenden Jäger. Vielleicht sollte man bei einem solchen Vergleich auch nicht nur die jeweiligen Schüsse pro Sekunde / Minute betrachten, sondern auch die Masse an Eisen, Phoshor und Sprengstoff die einem Gegner entgegengeschleudert wird?

Die in Walter Dahls Buch „Rammjäger“ beschriebenen Luftschlachten oder die uns bekannte Luftschlacht über dem Erzgebirge / Kovarska (11. September 1944) sind entsprechende Zeugnisse für erfolgreiche Sturmjäger-Angriffe.

Luftschlacht über dem Erzgebirge
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Zum Verlieren sind wir nicht fähig, wir müssen besiegt werden.
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